Kon-trol-le und Kont-rol-le

Letzte Woche fragte Frau H., wie denn Kontrolle zu trennen sei. Die Antwort lautet: Kon-trol-le oder Kont-rol-le. Das Wort gehört zu den Fremdwörtern, die nach der Rechtschreibreform auf zwei verschiedenen Arten getrennt werden können, je nachdem ob man „gebildet“ fremdwörtlich oder „nüchtern“ deutsch trennen möchte. Dabei gibt es zwei Gruppen:

  • Zusammengesetzte Wörter und Wörter mit Vorsilben, die nicht mehr als solche erkannt werden (Regel). Zum Beispiel:
    fw. Syn-onym oder dt. Sy-no-nym
    fw. in-ter-es-sant oder dt. in-te-res-sant
    fw. kon-stant oder dt. kons-tant
  • Wörter mit einer Buchstabenfolge Konsonant + l, n oder r (Regel). Zum Beispiel:
    fw. Re-pu-blik oder dt. Re-pub-lik
    fw. ma-gne-tisch oder dt. mag-ne-tisch
    fw. Ma-tro-ne oder dt. Mat-ro-ne

Soweit war mir eigentlich alles klar. Dann aber wäre Dr. Bopp beinahe über seine eigene Bildung gestolpert. Ich wollte nämlich Frau H. auf die erste, das heißt die Rechtschreibregel mit der Vorsilbe hinweisen. Schließlich fängt ja Kontrolle mit Kon- an wie Konfirmand, Konzentration und konstant. Ich hatte die Antwort schon beinahe abgeschickt, als mir auffiel, dass es wirklich nicht klar ist, wo denn der zweite Wortteil -trolle herkommen soll, wenn man Kon- als Vorsilbe anschaut. Gibt es vielleicht eine Erklärung aus der germanischen Mythologie, in der Trolle in irgendeiner mehr oder weniger unergründlichen Weise mit dem Überprüfen zu tun haben? Gemäß Tolkiens „Herr der Ringe“ sollen Trolle zwar furchterregend, aber nicht besonders intelligent und zuverlässig sein. Für den Erklärungsweg von Trolle zu Kontrolle wären wohl ein paar Schritte zu viel nötig. Deshalb habe ich statt die germanische Mythologie und Tolkiens Werk einfach ein paar Wörterbücher mit etymologischen Angaben zu Rate gezogen.

Das Wort Kontrolle kommt vom Französischen contrôle, das eine Verkürzung von contre-rôle ist. Der Ausdruck contre-rôle lässt sich ungefähr mit Gegenregister übersetzen. Ein contre-rôle und später contrôle war ein Buch oder ein Register, das neben dem eigentlichen Register, rôle (= Rolle) genannt, geführt wurde. Die Kontrolle ist also ursprünglich eine im Französischen verkürzte „Gegenrolle“, die der Überprüfung der registrierten Angaben diente.

Es handelt sich beim Kon- in Kontrolle somit nicht um eine Vorsilbe (diese war ja ursprünglich contre). Ich habe Frau H. deshalb nicht auf die erste, sondern auf die zweite der beiden obengenannten Trennregeln hingewiesen (Trennung der Konsonatengruppe -tr-). Auch für „Sprachler“ gilt also: Vertrauen (in die eigene Kenntnis) ist gut, Kontrolle ist besser.

Kann ich Sie zurückrufen?

Frage

Ich muss öfter Telefonnotizen schreiben. Dabei kommt es häufig zu folgender Formulierung: Frau R., bitte Herrn P. zurückrufen/zurück rufen. Welche Schreibweise ist die Richtige?

Antwort

Sehr geehrte Frau H.,

man schreibt zurückrufen auch im Sinne von bei jemandem wieder anrufen, der angerufen hat zusammen: bitte zurückrufen.

Etwas anderes ist, dass man im Standarddeutschen in diesem Sinne eigentlich nicht jemanden zurückrufen kann. Nach zum Beispiel Duden und Wahrig verwendet man zurückrufen in dieser Bedeutung nur ohne Ergänzung:

Frau R., Herr P. hat angerufen, bitte zurückrufen.

Andere Formulierungen:
Frau R., Herr P. bittet um Rückruf.
Frau R., bitte Herrn P. anrufen.

Wendungen wie Frau R., bitte Herrn P. zurückrufen oder Kann ich Sie in 10 Minuten zurückrufen? gelten als umgangssprachlich oder als „Jargon im Bürowesen“. Sie werden allerdings häufig und auch außerhalb des Bürowesens verwendet. Wenn Sie also ein eher ungezwungenes Verhältnis zu Ihren Kollegen und Kolleginnen haben, ist eine als umgangssprachlich geltende Formulierung aus dem Jargon sicher nicht völlig fehl am Platz. Und wenn Sie jemand deswegen kritisiert, sind Sie jetzt gewappnet.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

Osterwünsche

Wieder einmal stehen Feiertage ins Haus und wieder einmal gibt es entsprechende Grüße und Wünsche. Oft gesagt und geschrieben wird:

Schöne Ostern!
Frohe Ostern!
Fröhliche Ostern!

Wenn man diese Wendungen in einen Satz einfügt, ändert sich die Schreibung des Adjektivs. Es wird dann kleingeschrieben:

Ich wünsche Ihnen schöne Ostern.
Wir wünschen Ihnen frohe Ostern.
Ich wünsche dir fröhliche Ostern.

Regelmäßige Besucher finden jetzt wahrscheinlich, dass ich anfange mich zu wiederholen. Dem ist auch so, denn Ähnliches habe ich in der Adventszeit bereits über Weihnachtswünsche geschrieben. Ich verspreche dann auch, dass ich versuchen werde, dieses Thema in Zukunft nicht mehr anzuschneiden (aber ob es mir das dann auch wirklich gelingt?). Man soll es ja mit der Rechtschreibung nicht übertreiben. Rechtschreibfanatiker tun sich damit oft schwer: lieber ein zwar falsch geschriebener, dafür ehrlich gemeinter Wunsch als einer, der orthographisch einwandfrei ist, aber vor Gleichgültigkeit oder sogar Zynismus trieft. Das heißt jetzt aber nicht, dass korrekt geschriebene Wünsche nicht ehrlich gemeint sein können.

Frohe Ostern!

Dr. Bopp

zusammenraufen oder zusammen raufen

Frage

Ich frage mich, wie man zusammen raufen schreibt. Zusammen oder getrennt?

Antwort

Sehr geehrte Frau H.,

ob man zusammenraufen oder zusammen raufen schreibt, hängt davon ab, was gemeint ist. Man schreibt zusammenraufen, wenn man damit meint: sich zusammenraufen = sich erst streiten und dann doch gut verstehen. Getrennt schreibt man zusammen raufen, wenn es miteinander kämpfen, balgen bedeutet. Achten Sie dabei auch auf die Betonung:

Die Parteien sollten das Kriegsbeil begraben und sich zusammenraufen.
Ihr Jungs solltet nicht immer zusammen raufen.

Weitere Informationen finden Sie auf dieser Seite.

Ganz ähnlich liegt das auch in den folgenden Fällen:

Es ist nicht das Gleiche, ob man Stimmen zusammenzählt (addiert) oder zusammen zählt (gemeinsam zählt).
Man kann etwas schneller zusammenbasteln, wenn man zusammen bastelt.
Ein größerer Betrag ist schneller zusammengeklaut, wenn man zusammen klaut.

Die Liste ließe sich noch um einiges verlängern.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

eBay und iPod: Namen mit kleinem Anfangssbuchstaben

Frage

Ihr Internetangebot ist sehr hilfreich. Beim Thema Markennamen bin ich allerdings nicht fündig geworden.

Bspw. eBay (wie vom Unternehmen geschrieben).

Ist es erlaubt diesen Begriff in etwas wie E-Bay umzuformen? Wenn der Begriff in der eBay-Form geschrieben wird, bleibt er dann bei Verwendung am Satzanfang ebenfalls in dieser Form (kleines e)?

Antwort

Sehr geehrter Herr B.,

Markennamen unterliegen insofern nicht den Rechtschreibregeln, als man ein Unternehmen oder ein Produkt im Prinzip so nennen kann, wie man will (solange man nicht mit einem geschützten Markenzeichen o. Ä. in Konflikt kommt). Namen wie eBay oder iPod verstoßen dann auch gegen ein bis zwei amtliche Rechtschreibregeln, sind aber dennoch nicht falsch oder gar „illegal“. Man kann sich höchstens darüber streiten, ob sie in dieser Form wünschenswert sind.

Es steht Ihnen frei, in einem nicht geschäftlichen Umfeld zum Beispiel E-Bay oder I-Pod zu schreiben, aber es ist nicht sicher, ob die Leser dann noch wissen, wer oder was gemeint ist. Diese Namen sind vor allem wegen ihres auffälligen optischen Effekts so gewählt worden. Bei der ursprünglichen Schreibung entsteht am Satzanfang tatsächlich ein kleines Problem, aber auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Sie können entweder sämtliche Proteste ihres Sprachgefühls und aller Rechtschreib- und Grammatikkorrekturprogramme außer Acht lassen und mit einem Kleinbuchstaben beginnen, oder Sie formen den Satz so um, dass ein solcher Produktname nicht am Anfang steht:

eBay ist ein Firmenname. iPod ist ein Produktname.

oder zum Beispiel:

Der Name eBay ist ein Firmenname und iPod ist ein Produktname.

Ich persönlich würde Ihnen in den meisten Fällen die zweiten Lösung empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

-ung oder -rung: Werden Suffixe abgetrennt?

Frage

Wie kann ich das Wort Berufserfahrungen trennen (Einkonsonantenregel oder Stamm-Suffix Regel)?

Berufserfahr-ung-en oder
Berufserfah-run-gen

Antwort

Sehr geehrte Frau V.,

Bei der Worttrennung gibt es in der deutschen Rechtschreibung keine Stamm-Suffix-Regel. Anders als zum Beispiel im Englischen wird am Zeilenende nicht zwischen dem Stamm und der Endung getrennt, sondern wie im Wortinnern zwischen zwei Sprechsilben. Bei der Worttrennung gelten die folgenden Grundregeln:

Präfixe (Vorsilben) werden abgetrennt:

Be-ruf
be-enden
ver-arbeiten
Aus-übung

Zusammengesetzte Wörter werden voneinander getrennt:

Trenn-regel
Hoch-ebene
Leder-waren-abteilung
Berufs-erfahrung

Innerhalb dieser Segmente wird nach Sprechsilben getrennt:

ar-bei-ten
Re-gel
Ebe-ne

Dies gilt auch, wenn es sich um eine Kombination Stamm+Endung handelt:

Ab-tei-lung
Er-fah-rung
Bä-cke-rei
mu-tig
ak-zep-ta-bel

Richtig ist also Be-rufs-er-fah-run-gen.

Auch andere Sprachen gehen sehr ähnlich vor. Achten Sie auf die Trennstelle beim Suffix -abel in zum Beispiel dem Französischen (ac-cep-ta-ble), Italienischen (ac-cet-ta-bi-le), Spanischen (acep-ta-ble), Niederländischen (ac-cep-ta-bel) und Norwegischen (ak-sep-ta-bel).

Im Englischen macht man das allerdings anders: ac-cept-able. Dies geschieht dort aus begreiflichen Gründen. Es hat mit der mehr historischen als phonetischen Schreibweise zu tun, aber ich kann hier leider nicht weiter darauf eingehen. Es scheint jedenfalls so zu sein, dass die englischsprachigen Kinder viel später – oder gar nie – lernen, wie man richtig trennt. Man muss dort oft auch die unterliegende Struktur eines Wortes kennen, was nicht immer ganz so einfach ist wie bei -able. Dass man Suffixe nicht abtrennt, sondern sich einfach an die Sprechsilben hält, macht unser System offenbar im Vergleich dazu einfacher.

Die entsprechenden Trennregeln und weitere Informationen finden Sie hier:
Wortrennung bei einfachen Wörtern
Worttrennung bei komplexen Wörtern

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

Punkt, Klammer, Punkt: aufeinanderfolgende Satzzeichen

Frau M. stellt die folgende Frage: „Wenn ein Satz mit einer Klammer endet, in der als letztes (oder einziges) eine Abkürzung mit einem Punkt steht, wird dann nach der Klammer noch ein Punkt gesetzt (als Abschluss des Satzes) oder nicht?“ Frau M. schreibt weiter, dass sie annimmt, man könne den Punkt nicht weglassen. Sie hat recht. Der Punkt der Abkürzung kann nicht weggelassen werden und der Punkt des Satzes, in den der Klammerausdruck eingebettet ist, darf ebenfalls nicht wegfallen. Zum Beispiel:

Es ging um einen großen Betrag (mehr als 5 Mio.).
Dies gilt auch für alle anderen Marken (Audi, BMW, Mercedes usw.).

Um eine solche Häufung von Satzzeichen zu vermeiden, können Abkürzungen an dieser Stelle auch ausgeschrieben werden. Also:

Es ging um einen großen Betrag (mehr als 5 Millionen).
Dies gilt auch für alle anderen Marken (Audi, BMW, Mercedes und so weiter).

Ganz so schlimm sind aber drei aufeinanderfolgende Satzzeichen auch wieder nicht. Sie können einemg vor allem beim Schreiben einiges Kopfzerbrechen bereiten, aber beim Lesen fallen solche Interpunktionstrios eigentlich gar nicht auf. Sie kommen übrigens auch ohne Abkürzungen vor:

Das war vor zehn Jahren (es ist schon so lange her!), als wir noch hier wohnten.
„Wer ist da?“, fragte er.
Sagte er wirklich: „Schrei doch nicht so!“?
Kennst du den Film „Quo vadis?“?

Die letzten beiden Beispiele fallen wohl auch beim Lesen auf, aber sie sind immer noch völlig korrekt nach den Regeln der Rechtschreibung verfasst. Dies gilt auch für die folgenden, zugegebenermaßen selbstgestrickten Beispielsätze:

Noch einmal das bekannte Dreiergrüppchen .).

Es ging um einen großen Betrag (mehr als 5 Mio.).

Man kann diese Aussage auch zitieren: Vierergruppe .).“

Da stand: „Es ging um einen großen Betrag (mehr als 5 Mio.).“

Sie lässt sich auch als Frage umformuliert zitieren: ebenfalls vier Zeichen .)?“

Da stand die Frage: „Ging es um einen großen Betrag (mehr als 5 Mio.)?“

Nach der zitierten Frage kann man auch fragen: fünf Zeichen .)?“?

Stand da wirklich: „Ging es um einen großen Betrag (mehr 5 Mio.)?“?

Auch andere Fünfergruppen sind möglich:

„Lass doch dein ewiges ,Ist es noch weit?‘!“, schrie er.
Fragte er wirklich: „Kennst du den Film ,Quo vadis??“?

Und wenn man die Sache wirklich forciert, gelingt es sogar, das halbe Dutzend vollzumachen:

Wer stellte diese Frage (gemeint ist: „Kennst du den Film ,Quo vadis??“)?

Wie ich schon erwähnt habe, bin ich diesen Beispielen nicht in freier Wildbahn begegnet. Und das ist auch gut so, denn sich selber und den Lesern zuliebe verzichtet man besser auf Formulierungen mit solchen Interpunktionsungetümen!

Wörther und der Wörthersee

Frage

In Ihrer Datenbank ist mir folgender Eintrag aufgefallen: Wörther. Mir ist dieses Wort nur als Name (Wörthersee), aber nicht als Adjektiv bekannt. Was bedeutet es?

Antwort

Sehr geehrter Herr S.,

das Adjektiv Wörther bedeutet von/aus Wörth. So spielt in Wörth am Main die Wörther Blasmusik auf und erscheint in Wörth an der Donau der Wörther Anzeiger. Wie alle mit -er von geographischen Namen abgeleiteten Adjektive ist Wörther unveränderlich und muss großgeschrieben werden (siehe Rechtschreibregel).

Zur Diskussion über die korrekte Schreibung von Wörthersee, um die es hier vielleicht geht, das Folgende: Der Duden schreibt Wörther See vor, lässt aber auch Wörthersee zu. Da es in der Nähe des Sees kein Wörth gibt, von dem das Adjektiv abgeleitet sein könnte, ist die Schreibung Wörthersee sicher korrekt. Ich überlasse es aber den Einwohnern der Region, wie sie den Namen des Sees schreiben wollen. Und allen anderen bleibt nicht viel anderes übrig, als den Angaben des Wörterbuches zu vertrauen und davon auszugehen, dass Wörther See auch richtig ist. Bei der Schreibung von Eigennamen „versagen“ nämlich die Rechtschreibregeln ohnehin des Öfteren. In diesem Sinne kann das Adjektiv Wörther auch im Namen des schönen Wörther Sees verwendet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

Fragezeichen bei höflicher Aufforderung in Frageform

Frage

Heute rief mich meine Schwägerin an, da meine Nichte (3. Kl.) Probleme mit ihrer Deutschhausaufgabe hatte. Dabei ging es um Zeichensetzung, insbesondere um Fragesätze, die eigentlich höfliche Aufforderungen sind:

Kannst du bitte den Tisch abräumen?

Der Satz ist als Frage formuliert, beinhaltet aber eigentlich eine Aufforderung. Weder im Duden noch unter den Canoo-Zeichensetzungsregeln konnte ich Beispiele finden, die zu dem Sachverhalt gepasst hätten.

Antwort

Sehr geehrte Frau H.,

eine Frage kann tatsächlich eine höfliche Aufforderung oder eine Bitte sein. Damit der Charakter der höflichen Aufforderung/Bitte auch schriftlich erhalten bleibt, sollte ein Fragezeichen verwendet werden. Also:

Kannst du bitte den Tisch abräumen?
Würden Sie bitte das Fenster schließen?

Sehen Sie hierzu auch die Beispielsätze auf den folgenden Grammatikseiten:

Dies gilt, wenn die Frage als höfliche Aufforderung gemeint ist. Eine Frage kann aber auch ausdrücklich als Vorwurf oder empörter Ausruf gemeint sein. Dann sollte man den Satz mit einem Ausrufezeichen abschließen:

Kannst du nicht besser aufpassen!
Wie lange dauert das denn noch!

Sehen Sie hierzu diese Rechtschreibregel.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

und Ähnliches – u. Ä.

Frage

Ich habe eine Frage zur Zeichensetzung: Setzt man hinter die am Satzende stehende Abkürzung o.ä. einen weiteren Punkt, so dass hier zwei Punkte unmittelbar hintereinander stehen? Oder lässt man den zweiten Punkt weg? Die erste Version ist vermutlich korrekt, ruft aber beim Lesen ein Stutzen hervor.

Antwort

Sehr geehrte Frau P.,

die Variante mit den zwei Punkten macht Sie zu Recht stutzig, denn wenn eine Abkürzung am Ende des Satzes steht, wird nur ein Punkt geschrieben:

Es geht um Kartenlegen, Wahrsagen u. Ä.
Probieren Sie es einmal mit Blumen, einem Kompliment o. Ä.

Man schreibt nach der Reform übrigens und Ähnliches, oder Ähnliches und entsprechend auch die Abkürzungen u. Ä., o. Ä.

Mehr Informationen finden Sie auf den folgenden Seiten:

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp