Blutbäder oder Blutbade?

Bemerkung

Anfang Jänner berichtete Ingrid Turnherr im ORF in der Nachrichtensendung „Zeit im Bild“ über Blutbäder im Irak. Grammatikalisch stimmt es so. Aber gefühlsmäßig hätte ich Blutbade gesagt um einen Unterschied zu Badeanstalten mit Bademeistern herzustellen.

Reaktion

Sehr geehrter Herr W.,

nach allen mir zur Verfügung stehenden Quellen lautet die korrekte Mehrzahlform von Blutbad: die Blutbäder. So auch in Canoonet. Dies entspricht der allgemeinen im Deutschen geltenden Regel, dass zusammengesetzte Wörter gleich gebeugt werden, wie der rechts stehende Wortbestandteil (siehe Wortbildung).

Das Wort Bad hat in allen Bedeutungen (Flüssigkeitsmenge, das Baden, Badezimmer, Badeanstalt) den Plural Bäder. Auch ein Bad in der Menge muss – wenn Prominente so gerne im Mittelpunkt stehen, dass sie es einfach nicht lassen können – in der Mehrzahl Bäder in der Menge lauten. Bei der Form Bäder handelt es sich also nicht nur um Badeanstalten, sondern ebenfalls um die Mehrzahl von Bad in anderen, auch übertragenen Bedeutungen. Ein neue, differenzierende Mehrzahlform anstelle von Blutbäder ist in diesem Sinne also gar nicht notwendig.

Es steht Ihnen im Rahmen der dichterischen Freiheit natürlich frei, trotzdem den Plural Blutbade zu verwenden. Strengere Grammatiker und Deutschlehrer werden Sie dann allerdings darauf hinweisen, dass dies nicht die grammatikalisch korrekte Mehrzahlform ist.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

PS: Einen anderen Aspekt zusammengesetzter Wörter behandelt der Blogeintrag Stahlaktenschrank.

Auf der oder auf dem Plaza de España?

Frage

Seit einer Weile versuche ich herauszufinden, ob es eine feste Regel gibt, die den Gebrauch des Artikels für fremde Namen von Gebäuden, Plätzen, Straßen usw. gibt. Sagt man zum Beispiel die Plaza de España, weil der Lehnbegriff weiblich ist (la plaza), oder behält man den für ein deutsches Wort (in diesem Fall der Platz) stehenden Artikel bei und sagt entsprechend der Plaza de España?

Antwort

Sehr geehrte Frau B.,

wie schon ein früherer Blogeintrag erläutert, gibt es keine feste Regeln dafür, welches Geschlecht Fremdwörter im Deutschen erhalten. Es gibt verschiedene Tendenzen, die sich zum Teil widersprechen, so dass es häufig Wörter gibt, die mit mehr als einem Artikel verwendet werden. Ganz besonders gilt dies im Bereich, der Sie interessiert: Namen von Plätzen, Straßen usw. Hier sind zwei Tendenzen wichtig, die Sie ganz richtig bereits erwähnt haben:

  • Der Name hat das gleiche Geschlecht wie in der Ursprungssprache.
  • Der Name hat des gleiche Geschlecht wie seine deutsche Übersetzung.

Bei Namen wie zum Beispiel die Calle Mayor und die Rue de Rivoli ergeben sich daraus keine Probleme, denn calle und rue sind wie die deutsche Übersetzung Straße weiblich. Auch dann, wenn Substantive in der Ursprungssprache kein Geschlecht haben, ist es einfach, da dann nur die zweite Tendenz wirkt: der Trafalgar Square wie der Platz.

Wo diese Tendenzen einander aber widersprechen, sind in der Regel beide Varianten als richtig anzusehen:

die Plaza de España – wie sp. la plaza (weiblich)
der Plaza de España – wie dt. der Platz

die Place de la Concorde – wie frz. la place (weiblich)
der Place de la Concorde – wie dt. der Platz

der Ponte Vecchio – wie it. il ponte (männlich)
die Ponte Vecchio – wie dt. die Brücke

Keine der beiden Tendenzen ist „logischer“ oder „besser“ als die andere. Welche Variante man wählt, hängt vor allem von der Kenntnis der Sprache ab, aus der der Name stammt. Für jemanden, der gut Französisch kann, klingt Wir treffen uns am Place de la Concorde vielleicht seltsam oder sogar falsch. Umgekehrt kann für jemanden, der kein Französisch spricht, Wir treffen uns an der Place de la Concorde sehr gestelzt klingen (so ähnlich wie Zwei Espressi, bitte).

Sie können also sowohl So gelangen Sie zum Ponte Vecchio als auch So gelangen Sie zur Ponte Vecchio sagen, ohne dass man Ihnen einen Verstoß gegen die Grammatik des Deutschen vorwerfen darf. Innerhalb eines Textes, eines Buches usw. sollte man allerdings immer die gleiche Variante verwenden.

Sehen Sie hierzu auch die entsprechende Grammatikseite.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

nicht müssen und nicht brauchen

Frage

Seit langem versuche ich die Frage zu klären, ob verneintes müssen und verneintes brauchen völlig gleichbedeutend sind und gleich gebraucht werden. Auf der entsprechenden Webseite von Canoonet und in vielen Grammatiken steht, dass verneintes müssen mit der Bedeutung Notwendigkeit häufig durch nicht brauchen ersetzt wird. In der Grammatik der deutschen Sprache von D. Schulz und H. Griesbach kann man aber lesen, dass auf die unterschiedliche Wirkungsweise der Negation zu achten ist:

Inge muss ihrer Mutter nicht helfen.
(= Es besteht für sie kein Zwang, es ist ihrer freien Entscheidung überlassen.)

Inge braucht ihrer Mutter nicht zu helfen.
(= Diese Forderung ist nicht an sie gestellt worden.)

Besteht also im modernen Deutsch ein Unterschied zwischen verneintem müssen und verneintem brauchen?

Antwort

Sehr geehrter Herr P.,

im Allgemeinen werden nicht brauchen und nicht müssen als Synonyme behandeltn (vgl. unsere Grammatik). Es gibt allerdings – wie die von Ihnen zitierte Grammatik es auch angibt – einen leichten Bedeutungsunterschied:

Du musst nicht kommen (= es besteht kein Zwang)
Du brauchst nicht zu kommen (= es ist nicht notwendig)

Dieser feine Bedeutungsunterschied ist aber lange nicht immer ersichtlich. So haben die folgenden Beispielpaare eigentlich die gleiche Bedeutung:

Du musst deswegen doch nicht weinen.
Du brauchst deswegen doch nicht zu weinen.

Ich muss morgen nicht arbeiten, weil ich frei habe.
Ich brauche morgen nicht zu arbeiten, weil ich frei habe.

Das Problem ist gelöst, du musst also nicht mehr kommen.
Das Problem ist gelöst, du brauchst also nicht mehr zu kommen.

Niemand hat es dir befohlen, du musst es also nicht tun.
Niemand hat es dir befohlen, du brauchst es also nicht zu tun.

Es liegt deshalb im täglichen Spachgebrauch oft eher an einer stilistischen Entscheidung als an der Bedeutung, dass im konkreten Fall die eine Ausdrucksweise der anderen vorgezogen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

Die häufigste Meise

Frage

Es geht um das Wort häufig und darum, ob dieser Satz korrekt ist:

Die Kohlmeiste ist Europas häufigste Meise.

Vom Sprachgefühl her kommt mir der Gebrauch von häufig hier komisch vor. Auf Ihrer Seite wird häufig als ein Adjektiv bezeichnet, das zur Klasse unflektiert und attributiv gehört. Wird häufig aber im heutigen Sprachgebrauch nicht viel häufiger adverbial benutzt? Und wäre im oben genannten Fall nicht auch die adverbiale Version besser:

Die Kohlmeise ist die am häufigsten vorkommende Meisenart Europas.

Antwort

Sehr geehrter Herr W.,

Die Kohlmeiste ist Europas häufigste Meise.

Dieser Satz ist korrekt, obwohl er auch nach meinem Sprachgefühl irgendwie „klemmt“. Nach den Angaben der Wörterbücher bedeutet häufig:

in großer Zahl vorkommend / sich wiederholt ereignend (Duden)
oft vorkommend / sich oft wiederholend (Wahrig)
oft vorkommend / wiederholt (DWDS)

In der jeweils ersten Bedeutung oft vorkommend kann häufig in Ihrem Beispielsatz stehen. Wenn man hinzunimmt, dass die Höchststufe von oft normalerweise am häufigsten ist, dann kann man sagen, dass die häufigste und die am häufigsten vorkommende das Gleiche bedeuten:

häufig = oft vorkommend,
häufiger = öfter vorkommend
die häufigste = die am häufigsten vorkommende

Mein Gefühl sagt mir aber wie das Ihre Ihnen, dass die am häufigsten vorkommende doch besser ist. Das hat bei mir damit zu tun, dass ich bei häufig immer auch die zweite Bedeutung wiederholt, sich wiederholend heraushöre: zum Beispiel in häufige Besucher, häufiges Händewaschen, ein häufiger Fehler, die häufigste Ursache usw. Und dies ist bei häufigste Meise nicht der Fall. Deshalb klingt der Satz für mich wie folgt besser:

Die Kohlmeise ist Europas am häufigsten vorkommende Meise.

Wie aber die Definitionen in den Wörterbüchern und ein paar Tests mit der Suchmaschine Google zeigen, darf häufig auch in der ersten Bedeutung oft vorkommend benutzt werden, so dass – wie am Anfang schon gesagt – auch Europas häufigste Meise korrekt ist.

Zu der Angabe in unserem Wörterbuch: Dort steht tatsächlich, dass das Adjektiv häufig unflektiert und attributiv verwendet wird. Wenn sie dem entsprechenden Link folgen, dann sehen Sie, dass unflektiert für sowohl den prädikativen (Die Meise ist häufig) als auch den adverbialen Gebrauch (Die Meise kommt häufig vor) steht.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

Umfrage zu Canoonet

Verzeihen Sie mir bitte, dass ich Sie noch einmal auf unsere Canoonet-Umfrage hinweisen möchte. Sie helfen uns damit wirklich weiter. Wenn Sie bereits daran teilgenommen haben: Vielen herzlichen Dank! Wenn Sie noch daran teilnehmen wollen: Gerne! Und falls Sie nicht daran teilnehmen möchten, werden Sie natürlich trotzdem nicht von der Nutzung von Canoonet ausgeschlossen!

Zur Verbesserung unserer Dienstleistungen oder – wie man dann so schön zu sagen pflegt – um Ihnen in Zukunft noch besser behilflich sein zu können, haben wir eine kleine Umfrage gestartet. Wir bitten Sie freundlich, daran teilzunehmen. Die Teilnahme an dieser Umfrage könnte sich sogar lohnen, denn wir verlosen unter allen, die mitmachen, einen iPod Touch!

Umfrage

Zur Umfrage geht es auch hier. Sie können übrigens bis Ende Januar 2008 daran teilnehmen.

und Ähnliches – u. Ä.

Frage

Ich habe eine Frage zur Zeichensetzung: Setzt man hinter die am Satzende stehende Abkürzung o.ä. einen weiteren Punkt, so dass hier zwei Punkte unmittelbar hintereinander stehen? Oder lässt man den zweiten Punkt weg? Die erste Version ist vermutlich korrekt, ruft aber beim Lesen ein Stutzen hervor.

Antwort

Sehr geehrte Frau P.,

die Variante mit den zwei Punkten macht Sie zu Recht stutzig, denn wenn eine Abkürzung am Ende des Satzes steht, wird nur ein Punkt geschrieben:

Es geht um Kartenlegen, Wahrsagen u. Ä.
Probieren Sie es einmal mit Blumen, einem Kompliment o. Ä.

Man schreibt nach der Reform übrigens und Ähnliches, oder Ähnliches und entsprechend auch die Abkürzungen u. Ä., o. Ä.

Mehr Informationen finden Sie auf den folgenden Seiten:

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

Stahlaktenschrank: Die Bedeutung zusammengesetzter Wörter

Frage

Seit Jahren lässt mich eine Sache nicht ruhen. Ich habe eigentlich per Zufall auf einen Chargenaufkleber eines Stahlschrankes geschaut und folgendes gelesen:

Stahlaktenschrank
Baujahr: 1974
Nummer: xxxxxxx??

Was mich verwunderte, war die Bezeichnung Stahlaktenschrank. Nun meine Frage: Ist ein Stahlaktenschrank ein Schrank für Stahlakten oder ein Stahlschrank für Akten?

Antwort

Sehr geehrter Herr D.,

die Wortbildungsregeln des Deutschen können Ihnen bei dieser Frage nicht behilflich sein. Wenn zwei Wörter miteinander zu einem neuen Wort kombiniert werden, bedeutet das im Prinzip nur, dass die beiden Wörter in irgendeiner Weise etwas miteinander zu tun haben.

So sind die Tischplatte und das Tischbein Teile eines Tisches. Die Tischdecke und der Tischgrill sind Dinge, die man in der Regel auf einen Tisch legt oder stellt. Eine Tischdame oder ein Tischherr ist eine Person, in deren Gesellschaft man bei einem formellen Diner am Tisch sitzt. Ein Tischgespräch ist normalerweise keine Konversation unter Möbelstücken, sondern ein bei Tisch geführtes Gespräch, und die Tischmanieren sagen in der Regel nichts über das Betragen des Tisches aus, sondern darüber, wie man sich bei Tische zu benehmen hat.

All diese zusammengesetzten Wörter sind in gleicher Weise gebildet worden und haben etwas mit Tisch zu tun. Die jeweiligen Bedeutungsbeziehungen zwischen den einzelnen Wortbestandteilen sind aber ganz unterschiedlicher Art. Die Form der Verbindung lässt also keine Rückschlüsse auf die genaue Art der Bedeutungsbeziehung zu. Vereinfacht gesagt: Nicht die Form, sondern der Satzzusammenhang und unsere Kenntnis der Welt helfen uns bei der Interpretation der genauen Bedeutung eines zusammengesetzten Wortes.

Ein Stahlaktenschrank kann also sowohl ein Aktenschrank aus Stahl als auch ein Schrank für Stahlakten sein. Die Form des Wortes gibt uns keinen Aufschluss darüber, welche Bedeutungsbeziehungen zwischen den einzelnen Teilwörtern bestehen. Nur die Kenntnis der Welt sagt uns, dass es wahrscheinlicher ist, dass es sich um einen Aktenschrank aus Stahl handelt. Es gibt viele Aktenschränke aus Stahl, während nicht anzunehmen ist, dass es speziell für Stahlakten (was immer das sein mag) gemachte Schränke gibt. Die zweite Bedeutung ist aber im Prinzip nicht ausgeschlossen. Es ließe sich relativ leicht ein Zusammenhang konstruieren, in dem ein Schrank für Stahlakten vorkommt.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen fürs neue Jahr

Dr. Bopp

Mein guter Vorsatz zum neuen Jahr

Diesen Blog gibt es inzwischen schon seit über einem Jahr. Das ist eigentlich ein weiterer Grund, heute Nacht die Champagnerkorken zischen zu lassen (man soll sie ja der Qualität des Flascheninhalts zuliebe nicht knallen lassen, hat man mir einmal erklärt, aber das ist wohl eher ein Thema für einen kulinarisch-önologischen als einen sprachlichen Beitrag). Das Jubiläum ist eigentlich schon fast zwei Wochen alt, aber es bringt mich dazu, Ihnen einen meiner guten Vorsätze zum neuen Jahr zu verraten: Ich nehme mir vor, im Jahr 2008 all Ihre Fragen mindestens ebenso gut und schnell zu beantworten wie bis anhin. Und wenn Sie vermuten, dass es mir nicht allzu schwer fiel, diesen Vorsatz zu fassen, haben Sie recht. Meine Aufgabe als Dr. Bopp ist nämlich sehr interessant und macht mir viel Spaß. Ich freue mich also auf Ihre Fragen und Kommentare.

Ich wünsche Ihnen allen e guets Nöis/ein gutes neues Jahr!

Dr. Bopp

Was ist häufiger: der, die oder das?

Frage

Meine Zweitklässer möchten gern Folgendes wissen: Welcher bestimmte Artikel ist am häufigsten; der, die oder das? Gibt es Prozentzahlen? Unsere Stichprobenforschung hat ergeben, dass der am häufigsten ist. Stimmt das?

Antwort

Sehr geehrte Frau B.,

Ihre Frage ist komplizierter, als sie sich auf Anhieb anhört. Gemäß den Angaben des Wortschatz-Projektes der Universität Leipzig sind die folgenden zehn Wörter die häufigsten deutschen Wörter:

der
die
und
in
den
von
zu
das
mit
sich
(http://wortschatz.uni-leipzig.de/Papers/top10000de.txt)

Die Reihenfolge für der, die, das wäre somit:

1. der
2. die
3. das

ABER: In dieser Aufstellung entspricht zum Beispiel der nicht dem männlichen Artikel, sondern nur der Wortform der.

Die Wortform der kann auch weiblich (das Auto der Frau, mit der Tochter) oder allgemein Mehrzahl sein (die Spielsachen der Kinder). Sie kann unter anderem auch Relativpronomen sein (der Mann, der das gesagt hat). In gleicher Weise ist die nicht nur der weibliche Artikel, sondern auch der bestimmte Artikel des Nominativ und des Akkusativ Plural, ein Relativpronomen usw. Außerdem steht der Akkusativ des männlichen Artikels, d.h. den, selbstständig auf Platz fünf der Liste der Uni Leipzig.

Die obenstehende Reihenfolge sagt also nichts darüber aus, wie häufig die verschiedenen Artikel vorkommen, sondern nur, wie oft eine bestimmte Form vorkommt. Eine Liste, die genaue Aussagen über die Häufigkeit der einzelnen Artikel angibt, ist mir leider nicht bekannt. Es ist wegen der verschiedenen Funktionen der Wortformen der, die, das, den usw. auch sehr schwierig, eine solche Liste zu erstellen.

Wenn die Frage lautet, ob es mehr männliche, mehr weibliche oder mehr sächliche Nomen gibt, ist die Antwort auch nicht ganz so einfach. In unseren Daten sieht das wie folgt aus:

weibliche Nomen: ca. 68’000 = 40%
männliche Nomen: ca. 52’000 = 31%
sächliche Nomen: ca. 49’000 = 29%

Es gibt also am meisten weibliche und am wenigsten sächliche Nomen. Dies sind aber nicht endgültige, unverrückbar feststehende Zahlen, denn die folgenden Einschränkungen müssen gemacht werden:

  • So umfangreich unserer Daten sind, sie können nicht nicht den ganzen deutschen Wortschatz abdecken.
  • Die Prozentzahlen sagen nichts darüber aus, wie häufig weibliche, männliche und sächliche Nomen tatsächlich verwendet werden.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine kurze und eindeutige Antwort geben kann. Ich befürchte auch, dass sie für Zweitklässler etwas gar kompliziert ist. Ich hoffe aber, dass Sie trotzdem etwas damit anfangen können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

Nachtrag
Zweitklässler sind offenbar viel schlauer, als ich dachte. Wie mich Frau B. wissen lässt, können sie sehr wohl etwas mit der Antwort anfangen. Wie man sieht, sollte man (oder besser: sollte ich) die Kleinen nicht unterschätzen. Es ist auch schon so lange her …

Frohe Weihnachten!

Wie man Weihnachtswünsche in korrekter Groß- und Kleinschreibung verfasst, habe ich hier schon erwähnt. Wie es sich genau mit dem Nikolaus, dem Weihnachtsmann, dem Christkind und den Geschenken verhält, wurde an anderen Orten bereits ausführlich beschrieben: zum Beispiel hier, hier und hier. Und auch die Herkunft des Wortes Weihnachten gibt nicht wirklich viel Spannendes her (die heiligen Nächte, wahrscheinlich zurückgehend auf die heiligen Mittwinternächte). Deshalb hier nur kurz, aber nicht weniger wohlgemeint:

Ich wünsche allen treuen, gelegentlichen und zufälligen Besuchern dieses Blogs und insbesondere auch allen „Canooeys“ wunderschöne Weihnachtstage!

Dr. Bopp