Karfreitag

Zum heutigen Karfreitag ein paar Worte über die Herkunft des Wortes:

Freitag heißt es natürlich, weil der Karfreitag immer auf einen Freitag fällt. Dieser Name hat übrigens keine christlichen, sondern griechisch-römische Wurzeln. Viele werden jetzt vielleicht die Stirne runzeln, weil sie wie ich gelernt haben, dass der Freitag der germanischen Göttin Freya oder Frigg geweiht war. Das zeigen auch andere Namen aus der germanischen Tradition wie z.B. das englische friday, das schwedische fredag oder das niederländische vrijdag. Das ist auch so, aber die Idee, Wochentage nach Göttern zu benennen, übernahmen die Germanen von den Römern. Diese nannten den Tag dies Veneris, Tag der Venus, ein Name der noch in den romanischen Sprachen fortlebt (z.B. französisch vendredi, italienisch venerdì, spanisch viernes). Die Idee fand man wohl gut, aber man wählte doch lieber eine eigene Göttin und „übersetzte“ Venus mit Freya. Auch die Römer waren nicht die eigentlichen Erfinder: ihr dies Veneris ist eine Übersetzung des griechischen Aphroditès hèmera, Tag der Aphrodite.

Bleibt noch die erste Silbe: Kar-. Sie geht auf das althochdeutsche Wort chara zurück, das so viel wie Wehklage, Trauer bedeutete. Im modernen Deutschen gibt es dieses Wort nicht mehr. Es steckt noch im Adjektiv karg, das auf das althochdeutsche charag (traurig) zurückgeht, aber im Laufe der Zeit eine andere Bedeutung erhalten hat. Das Wort chara findet sich auch noch im englischen care (Sorge, Kummer).

Der Karfreitag ist also der Freitag der Wehklage und Trauer – ein passender Name für den Tag, an dem der Kreuzigung Christi gedacht wird. Auch die Bezeichnung heiliger Freitag in den romanischen Sprachen ist leicht verständlich, wenn man an die große Bedeutung dieses Tages für die christliche Religion denkt (frz. vendredi saint, span. viernes santo, ital venerdì santo). Andere Sprachen wie z.B. Tschechisch, Polnisch, Ungarisch und Griechisch nennen ihn den großen Freitag, was auch noch relativ einfach interpretierbar ist. Die englische Bezeichnung Good Friday (guter Freitag) macht es einem schon etwas schwieriger. Eine der Erklärungen lautet, dass es von der älteren Bezeichnung Godes Friday = Gottes Freitag komme, was ja dann wieder recht gut zu verstehen wäre. Aber vielleicht stimmt ja auch die Erklärung, die im Allgemeinen für den niederländischen Goede Vrijdag (ebenfalls guter Freitag) gegeben wird: Der Freitag ist gut, weil der Kreuztod zum Guten der Menschheit geschah.

So finde ich die meisten Namen für den heutigen Feiertag mehr oder weniger verständlich. Aber nicht ganz alle: in Dänemark, Schweden, Norwegen, Island, auf den Färöern und auch in Finland ist heute nämlich der Lange Freitag. Die Erklärung für diese Bezeichnung muss ich Ihnen leider schuldig bleiben.

Frohe Ostern!

Dr. Bopp.

Einwohner der Azoren

Frage:

Eine Frage zur Rechtschreibung: Wie muss es richtig heißen: Azoreaner oder Azorianer? Auf den Azoren kommt im Portugiesischen sowohl açoriano wie auch açoreano vor, meistens allerdings die letzte Form.

Antwort:

Sehr geehrter Herr H.,

zuerst eine etwas haarspalterische Bemerkung: Ob man die Einwohner der Azoren Azoreaner oder Azorianer nennt, ist eigentlich nicht eine Frage der Rechtschreibung, sondern eine Frage der Wortbildung oder des Wortschatzes. In diesen Bereichen gibt es keine amtliche Regelungen, so dass nicht eine Regelung, sondern der allgemeine Gebrauch ausschlaggebend ist.

Und gerade bei einem Gebiet wie den Azoren, die im deutschen Sprachraum außer in der Reisebranche und im Zusammenhang mit dem Azorenhoch nicht so oft erwähnt werden, ist es schwierig, einen allgemeinen Gebrauch festzustellen. Spontan werden wohl die meisten Deutschsprachigen von den Einwohnern der Azoren sprechen.

Ein kontrollierter Blick ins Internet zeigt, dass sowohl Azorianer als auch Azoreaner relativ häufig benutzt werden. Wie Sie selber bereits angeben, geht dies darauf zurück, dass es auch im Portugiesischen zwei Varianten für diesen Einwohnernamen gibt. Solange sich im deutschen Sprachraum keiner der beiden Begriffe eindeutig durchsetzt, sind sie beide korrekt.

Es gibt aber noch eine weitere Variante! Ich habe auch meine Intuition kontrolliert, die mir sagte, dass die Einwohner der Azoren Azorer heißen. Auch diese Variante kommt recht häufig vor. Sie steht z.B. auch im Staatenverzeichnis des deutschen Bundesministeriums vor Justiz (BMJ) und dem Länderverzeichnis des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. Diese Verzeichnisse sind aber – wenn überhaupt – nur für die betreffenden Ämter und Ministerien bindend.

Sie können also zwischen drei im Prinzip korrekten Varianten wählen. Die letzte (Azorer, Azorerin, azorisch) hat wegen der genannten Verzeichnisse am ehesten den Status einer “offiziellen” Variante, die beiden anderen sind aber deswegen nicht falsch. Es empfiehlt sich allerdings, innerhalb eines Textes, Buches etc. immer die gleiche Variante zu verwenden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

Restaurator – Restaurateur – Restaurant

Frage:

Ist es zulässig, den Begriff Restaurateure als Plural für Restaurator zu verwenden, oder ist lediglich Restauratoren zulässig?

Antwort:

Es ist nicht korrekt, Restaurateure als Plural von Restaurator zu verwenden. Die beiden Wörter Restaurator und Restaurateur bedeuten in der Regel nämlich nicht das Gleiche:

Ein Restaurator oder eine Restauratorin ist eine Person, die Dinge – meistens Kunstwerke – wiederherstelt. Ein Restaurateur oder eine Restaurateurin hingegen ist eine Person, die ein Restaurant führt, also ein(e) Gastwirt(in) oder Gastronom(in). Der Begriff Restaurateur ist in der Schweiz noch gebräuchlich, sonst gemäß den Wörterbücher veraltet.

Wenn Sie Menschen andeuten wollen, die etwas wiederherstellen, empfehlen wir Ihnen deshalb, die Begriffe Restaurator-Restauratoren bzw. Restauratorin-Restauratorinnen zu verwenden.

Der Begriff Restaurateur wird manchmal anstelle von Restaurator verwendet. Doch selbst wenn man diese Verwendung als richtig akzeptiert, sollten die Formen nicht vermischt werden: also entweder Restaurator-Restauratoren oder Restaurateur-Restaurateure.

Wie kommt es dazu, dass die beiden Begriffe manchmal durcheinander verwendet werden? Das hat natürlich damit zu tun, dass beide Wörter mit dem Verb restaurieren – wiederherstellen verwandt sind. Während Restaurator (mehr oder weniger) direkt auf das Lateinische zurückgeht, gelangte Restaurateur aus dem Französischen ins Deutsche. Dort bezeichnet es nicht nur jemanden, der etwas restauriert, sondern eben auch jemanden, der ein Restaurant führt. Und im Prinzip wird im Deutschen nur diese zweite Bedeutung als Berufsbezeichnung verwendet.

Den Begriff Restaurant und das davon abhängige Restaurateur gibt es übrigens noch nicht so lange. Eine Erklärung sagt, dass es von bouillon restaurant – stärkende Fleischbrühe komme, wobei bouillon oder restaurant langsam von der Bezeichnung des Gerichtes zur Bezeichnung des Ortes, an dem das Gericht verkauft wurde, übergegangen sei. Eine mindestens ebenso schöne Erklärung besagt, dass der erste Restaurateur im modernen Sinne, ein Monsieur Boulanger, in 1795 in Paris über der Tür seines Etablissements den folgenden Bibelspruch in lateinischer Sprache anbrachte: “Kommet her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken (= ego vos restaurabo). Dies soll dazu geführt haben, dass Boulanger restaurateur und seine Gaststube restaurant genannt wurden. Der Durchbruch der Institution Restaurant kam mit der Französischen Revolution: Der Adel wurden vertrieben oder guillotiniert. Der Not gehorchend boten die so arbeitslos gewordenen Köche der Adligen ihre Dienste als Restaurateure an.

Sowohl Restauratoren und Restauratorinnen als auch Restaurateure und Restaurateurinnen restaurieren also etwas. Bei Letzteren gilt das aber nur ganz spezifisch für den “inneren Menschen”, den sie mit Hilfe von Speise und Trank “wiederherstellen”.

vor diesem Hintergrund

Eine Frage von Frau B:

Ich habe eine Frage bezueglich der deutschen Grammatik: Gibt es die Redewendung: “vor diesem Hintergrund”? Als Beispiel:

Vor diesem Hintergrund habe ich das Thema Deutsch gewaehlt.

Sagt man nicht: “aus diesem Grund”?

Vielen Dank für Ihre Hilfe

Antwort:

Sehr geehrte Frau B.,

Den Ausdruck “vor diesem Hintergrund” gibt es im Deutschen. Er leitet die Angabe von Umständen oder Bedingungen im Zusammenhang mit einem Geschehen oder einer Situation ein. Zum Beispiel:

“Der Roman spielt vor dem Hintergrund der Französischen Revolution.”
“Die hier gezeigten Lebensverhältnisse waren extrem schwierig. Erst vor diesem Hintergrund können seine Zivilcourage und Menschlichkeit angemessen gewürdigt werden.”

Der Ausdruck unterscheidet sich also vom Ausdruck “aus diesem Grund” (= “deshalb”), der die Angabe einer direkten Ursache für ein Geschehen oder das Entstehen einer Situation einleitet. Es gibt Sätze, in denen man sowohl “vor diesem Hintergrund” als auch “aus diesem Grund” verwenden kann. Mit dem ersten Ausdruck gibt man eher einen Umstand an, mit dem zweiten eher eine direkte Ursache. Zum Beispiel:

“Die Wirtschaftslage verschlechtert. Vor diesem Hintergrund / aus diesem Grund ist die Diskussion über die Lohnentwicklung wichtiger denn je.”

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

letztendlich

Herr S. schickte uns diese Reaktion:

Das Wort “letztendlich” gibt es in der deutschen Sprache nicht. Es gibt nur “letztlich” und “endlich”, die das Gleiche bedeuten. “Letztendlich” wäre also eine Tautologie. Bitte streichen Sie dieses Wort aus Ihrem Wörterbuch.

Antwort:

Sehr geehrter Herr S.,

leider können wir Ihnen nicht zustimmen, dass es “letztendlich” im Deutschen nicht gibt. Es ist nur schon deshalb ein deutsches Wort, weil es sowohl in der geschriebenen als auch der gesprochenen Sprache sehr häufig verwendet wird.

Rein logisch könnte man argumentieren, dass “letzt-” und “endlich” die gleiche Bedeutung haben und deshalb nicht zusammen verwendet werden sollten. Wir Sprachbenutzer verhalten uns aber nicht immer ganz so logisch. Wir verwenden die Kombination “letztendlich” absichtlich, um hervorzuheben, dass wir “ganz am Schluss” meinen. Ähnliche Hervorhebungen sind “schließlich und endlich”, “letzten Endes” oder eben “ganz am Schluss”. Solche nicht logischen Konstruktionen werden auch an anderer Stelle häufig zur Hervorhebung verwendet: so z.B. die Verwendung von “aller” in “allerbeste”, obwohl rein logisch gesehen “beste” bereits den höchsten Grad bezeichnet.

Darüber hinaus scheinen auch andere unserer Meinung zu sein: Auch andere Wörterbücher, worunter der Duden, führen das Wort “letztendlich” auf und geben dabei nicht an, dass es falsch oder unschön sei. Wir werden dieses Wort also nicht aus unserem Wörterbuch streichen und hoffen, dass die obenstehenden Ausführungen erklären, weshalb wir Ihre Meinung nicht teilen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

“gern” und “gerne”

Frage:

Einen wunderschönen guten Tag!

Ich habe bezugnehmend auf das kleine Adverb “gerne”, eine Frage.

Gibt es nun dieses Wort oder nicht? Wir sind hier mächtig am Diskutieren, denn man sagt doch, es heißt nicht “gerne”, sondern immer nur gern”!

Nun fanden wir aber auf Ihrer Website dieses Wort.

Für Ihre Mühe möchte ich mich schon jetzt bedanken.

Antwort:

Sehr geehrter Herr S.,

Ihre Frage würde ich am liebsten so beantworten: Wenn Sie ein Wort im Wörterbuch von Canoonet finden, dann gibt es das Wort auch. Wir nehmen keine nicht bestehenden Wörter auf. Ganz so einfach darf ich es mir aber natürlich nicht machen.

Eine besser begründete Antwort ist:

  • “gerne” steht auch in anderen Wörterbüchern (z.B. des Duden-Verlags) ohne Bedeutungsunterschied neben “gern”.
  • Bei einer Internet-Suchabfrage mit Google werden sowohl für “gern” als auch für “gerne” sehr viele Fundstellen angezeigt.
  • Meine Kolleginnen und Kollegen (und auch ich) kennen alle das Wort.

Daraus ist zu schließen, dass das Wort “gerne” eine gebräuchliche Variante von “gern” ist.

Die Aussage “Es heißt nicht gerne, sondern immer nur gern” ist mir übrigens unbekannt. Ich sehe auch stilistisch keinen Grund, weshalb man nicht auch “gerne” verwenden sollte.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

krumpfecht

Herr M. schreibt:

Hallo,

ich habe einen Fehler entdeckt.

http://www.canoonet.eu/services/Controller?dispatch=inflection〈=en&input=krumpfecht

Das muss richtig heißen “Schrumpfecht” und nicht krumpfecht.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Sehr geehrter Herr M.,

Wir danken Ihnen für Ihren Hinweis. Unserer Meinung nach ist “krumpfecht” aber kein Fehler. Der Begriff stammt aus der Textilindustrie und bedeutet “nicht einlaufend”. Mit dieser Bedeutung steht das Wort auch in anderen Wörterbüchern, z.B. im Duden, im Wahrig oder online im DWDS.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

“untergenommen”

Frau Q schreibt:

Liebes Wörterbuch-Team

Wäre es möglich, nähere Infos zur Bedeutung des trennbaren (!) Verbs “unternehmen” zu bekommen?

Wir sind ein Team von Deutschlehrern, hauptsächlich Germanisten, denen das Partizip untergenommen zum ersten Mal in Ihrem Web-Wörterbuch begegnet ist (alle uns vorliegenden Wörterbücher nennen ausschliesslich die untrennbare Form–> Duden, Wahrig, Hueber, Langenscheidt). Einer unserer Schüler hat Anstrengungen “unter(ge)nommen” und uns auf diese Form im Netz aufmerksam gemacht. Leider nennt jedoch auch Canoo nur für die uns allen bekannte untrennbare Form verschiedene Bedeutungen.

Handelt es sich bei “untergenommen” nun um einen Fehler oder sollte es dieses Verb tatsächlich geben? Ist es vielleicht eine regionale Besonderheit oder eine veraltete Form?

Ich danke im Voraus stellvertretend für das Team für die Anstrengungen, die Sie diesbezüglich unternehmen :o)

Mit freundlichen Grüssen

Antwort:

Sehr geehrte Frau Q.,

Es gibt ein trennbares Verb “unternehmen”. Es kommt allerdings bei weitem nicht so häufig vor wie das untrennbare Verb und gilt als umgangssprachlich. Seine Bedeutung ist: “unter den Arm nehmen”. Das ‘Große Wörterbuch der deutschen Sprache in zehn Bänden’ des Dudenverlages gibt folgenden Beispielsatz an: “Er hat das Kind untergenommen”.

Wir würden gerne für alle ca. 250.000 Einträge in unserem Wörterbuch eine Bedeutungserklärung, Gebrauchsinformationen usw. zur Verfügung stellen. Dies ist uns aber nur schon wegen des Umfangs der Aufgabe z.Z. noch nicht möglich. Deshalb finden Sie leider in Canoonet keine zusätzlichen Angaben zu diesem Verb.

Der kostenlose Online-Sprachservice Canoonet wird durch die WMTrans-Produkte der Canoo Engineering AG ermöglicht. Er entstand in Kooperation zwischen Mitarbeitern der Universität Basel, der Vrije Universiteit Amsterdam, des IDSIA Lugano und der Canoo Engineering AG.

Das Canoo-Wörterbuch baut auf verschiedenen elektronischen und traditionellen Wörtersammlungen (z.T. die von Ihnen genannten) auf, die durch weitere Quellen ergänzt werden. Jeder Eintrag ist durch unser Lexikographenteam einzeln in die Datenbank aufgenommen worden – wo nötig nach Prüfung mit Hilfe von anderen Wörterverzeichnissen und Webbrowsern

Die Angaben des Bedeutungswörterbuches durften wir von der Universität Tübingen übernehmen.

Wir hoffen, Sie hiermit ausführlich und schnell genug informiert zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

“Geradewohl” und “Terrabyte”

[Dieser Artikel und die in ihm genannten Links sind nicht mehr relevant, seit es Canoonet nicht mehr gibt.]

Herr M. schreibt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich muss Sie darauf hinweisen, dass in Ihrem Online-Woerterlexikon mindestens zwei Woerter fehlerhaft dargestellt sind:

1. Geradewohl (falsch) – Geratewohl (richtig) – kommt vom Imperativ “Gerate wohl”
2. Terrabyte (falsch) – Terabyte (richtig) – der Mengenpraefix tera hat nichts mit der Erde (Terra) zu tun

Ansonsten finde ich Ihr Lexikon fabelhaft.

Mit freundlichen Gruessen

Antwort:

Sehr geehrter Herr M.,

wir danken Ihnen herzlich für Ihr Interesse an unseren Sprachseiten und auch für Ihre lobenden Worte. Zu Ihrer Kritik möchte ich Folgendes sagen:

Die Wörter “Geradewohl” und “Terrabyte” sind NICHT in unserem Wörterbuch enthalten. Dies besagt auch der Titel der Resultatseiten:

“Der gesuchte Begriff ist nicht im Canoo Wörterbuch enthalten.”

Siehe z.B. Eingabe “Geradewohl” in Canoonet.

Wenn eine Eingabe nicht im Wörterbuch enthalten ist, versucht der Unknown Word Analyzer sie in bekannte, d.h. im Wörterbuch enthaltene Teile zu zerlegen. Dies ist wohlgemerkt eine mögliche, nicht aber unbedingt die korrekte Analyse. Die Richtigkeit der Analyse ist u.a. von der Bedeutung des Gesamtwortes und der Bedeutung der Einzelteile abhängig, also von Größen, die ein Analyseapparat nicht oder nur sehr bedingt überprüfen kann.

Bei Ihren beiden Beispielen kommt hinzu, dass der Analyseapparat auch noch erkennen müsste, dass ein zu analysierendes Wort einen Schreibfehler enthält. So weit sind unsere technischen Möglichkeiten leider noch nicht fortgeschritten.

Zuletzt möchte Sie noch darauf hinweisen, dass das Wort “Geratewohl” korrekt in unserem Wörterbuch steht. Siehe Canoonet, Eingabe “Geratewohl”.
Das Wort “Terabyte” werden wir bei Gelegenheit aufnehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Bopp